DECT Babyphone: Wie gefährlich sind DECT Babyphones?

Sind DECT Babyphones gefährlich für das Kind? Nicht nur besorgte Eltern stellen sich vor dem Kauf eines Babyphones diese Frage. Auch die Wissenschaft ist sich bei der Beantwortung der Frage nicht einig. Wir versuchen die Gefährlichkeit von DECT Babyphones in unserem Babyphone-Test zu analysieren und darauf eine Antwort zu geben.

Ein Babyphone dient der akustischen Überwachung von Babys und Kleinkindern. Das Babyphone ermöglicht es den beaufsichtigenden Personen sich aus dem Raum des schlafenden Kindes zu entfernen und dennoch sofort zur Stelle zu sein, wenn das Kind aufwacht oder sich in irgendeiner Art und Weise über Geräusche bemerkbar macht. Das ist generell sehr praktisch. Doch ist die Benutzung von Babyphones aufgrund der Strahlungsquelle umstritten. Denn die meisten arbeiten über Funkwellen, die im Verdacht stehen, die Gesundheit der Kinder zu beeinträchtigen. Die Diskussion um sogenannte DECT Babyphone wird zusammen mit der um die Unbedenklichkeit (beziehungsweise Bedenklichkeit) von Handystrahlung und Elektrosmog geführt.

So funktioniert das DECT Babyphone
DECT Babyphone schalten sich normalerweise erst ein, wenn es ein Geräusch gibt – sie sind ansonsten im Standby-Modus, senden also keine Funkwellen. Die Geräte senden erst, wenn sie durch ein ausreichend lautes Geräusch aktiviert wurden. Das ist insofern relevant, als dass sich das Babyphone in der Regel sehr nah am Kopf des Kindes befindet, um die Schlaf- und Wachgeräusche aufzufangen und zu übermitteln.

Auch die Babyphone-Beleuchtung kann zu Problemen führen
Jedes Babyphon hat außerdem eine Leuchtanzeige, die den Modus angibt, eventuell die Uhrzeit anzeigt und je nach Modell als Nachtlicht fungiert. Lichtquellen in der Nähe von schlafenden Kindern stehen in der Kritik, weil sie tiefen, erholsamen Schlaf stören und so zu Stress führen. Allerdings sind die meisten Modelle so dunkel gehalten, dass sie mit altertümlichen „Orientierungslichtern“ nicht zu vergleichen sind. Die meisten aktuell auf dem Markt angebotenen Babyphone sondern so wenig Licht ab, dass der Schlaf des Kindes nicht übermäßig gestört wird. Oft kann die Leuchtanzeige separat abgeschaltet werden. Vorsicht ist bei Billigimporten aus Fernost geboten. Hier werden oft Babyphones angeboten, die das Kinderzimmer unnötig hell beleuchten und keine Einstellung bieten, dieses Licht zu dimmen oder noch besser, auszuschalten.

Sind DECT Babyphones gefährlich?
In den Medien wird immer wieder Sorge um Elektrosmog laut. Dabei geht es um elektromagnetische Felder, die durch elektrische Leitungen, elektrische Geräte und Funkwellen erzeugt werden und die Befindlichkeit des Menschen negativ beeinflussen können (oder auch nicht). Elektrosmog soll zu Schlafstörungen, Kopfschmerz, allgemeinem Unwohlsein führen. Ein weiterer Verdacht besteht hinsichtlich der Bildung von Tumoren: Handystrahlung, Funkwellen und elektrische Feldern sollen in der Lage sein, das Risiko einer Krebserkrankung zu erhöhen. Bewiesen werden konnte der Verdacht bislang nicht, ebenso wie die vorhergegangenen Störungen. Allerdings konnte eine schädliche Wirkung von elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Strahlen auch nicht widerlegt werden. Man geht bislang davon aus, dass die dank vorgegebener Grenzwerte sehr geringen Strahlen nicht schaden. Allerdings geht man auch davon aus, dass es elektrosensible Personen gibt, die auf erhöhte Strahlungswerte mit nervösen Störungen reagieren. Dabei ist man dank mangelhafter Beweisführung auf die Berichte betroffener Personen angewiesen.

Tipps für den Einsatz eines DECT Babyphone

  1. Stellen Sie ein Babyphone (Sender) möglichst nicht direkt neben den Kopf des Babys. Jedes Babyphone gibt Strahlung ab. Gute Babyphones funktionieren auch, wenn Sie den Sender an das Fußende oder gar zwei bis drei Meter entfernt aufstellen.
  2. Achten Sie bei der Anschaffung auf eine optimale Sprachqualität. Umso genauer das Mikrophone im Sender arbeitet, umso weiter entfernt können Sie das Gerät vom Kopf des Babys aufstellen.
  3. Am Sichersten gehen Sie, wenn Sie das Babyphone erst gar nicht benutzen. Für den Kauf und Einsatz gibt es gute Gründe. Doch wenn Sie es nicht benötigen, lassen Sie es ausgeschaltet bzw. ziehen Sie den Netzstecker.

Alternativen zu DECT Babyphones
Alternativen zu den üblichen DECT Babyphones gibt es durchaus. So sind manche Geräte mit dem Hausstromnetz verbunden und senden Signale über eine Trägerfrequenzanlage. So eine Anlage nutzt bestehende Stromnetze oder andere Kommunikationswege zur Übertragung von Informationen. Babyphones mit dieser Technologie arbeiten im Bereich von etwa 100 kHz, also unterhalb des Bereichs von Langwellen. Andere Babyphones nutzen den PMR-Funk, sie sind leicht modifizierte Funkgeräte, die auch für größere Kinder noch als Walkie-Talkie oder Gegensprechanlage genutzt werden können. Sie senden im Bereich von 446,000 bis 446,100 MHz, also als Jedermannfunk. Die Reichweite beträgt mehrere Kilometer, ist damit also größer als beim abhörsicheren und in der Sprachqualität sehr guten DECT Babyphone. Eine weitere umstrittene Technologie arbeitet mit Bewegungssensoren. Die Geräte werden unter der Schlafunterlage der Kinder platziert und sollen sofort Alarm schlagen, wenn Atem- und Herzbewegungen ausbleiben. Ursprünglich war dies dazu gedacht, Fälle von SIDS (Plötzlichem Kindstod) zu vermeiden, allerdings hat sich die Technik als wenig hilfreich herausgestellt.

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